Moskwitsch-Wiedergeburt mit chinesischer Hilfe

MOSKAU (rus)–Russland wendet sich an chinesische Unternehmen, um sich an der Wiederbelebung des Moskwitsch-Autos aus der Sowjetzeit zu beteiligen, berichtet die “Moscow Times” unter Berufung auf lokale Medien. Zuvor hatte der Moskauer Bürgermeister angekündigt, den Moskwitsch wieder aufleben zu lassen. Grundlage ist die Verstaatlichung eines Renault-Werks, das Renault wegen des Rückzugs aus Russland an die Moskauer Stadtverwaltung abgegeben hatte.

Der russische Lkw-Hersteller Kamaz soll bei der Neuausrichtung des Werks eine führende Rolle übernehmen und befindet sich Berichten zufolge in Gesprächen mit seinem chinesischen Partner, der staatlichen Anhui Jianghuai Automobile Co (JAC), und einem weiteren, nicht genannten chinesischen Automobilhersteller, um die Produktion zu leiten und Teile und Konstruktionen zu liefern. Der kremlnahen Tageszeitung „Iswestija“ zufolge führen die Moskauer Stadtregierung, das russische Industrie- und Handelsministerium und Kamaz auch Gespräche mit den chinesischen Automobilherstellern FAW und BYD. 

Kamaz hat Anfang dieses Jahres sein Lkw-Modell Compass mit JAC-Komponenten auf den Markt gebracht. Das Unternehmen erwägt nun, die Design-, Konstruktions- und Produktionsplattform von JAC für den Zusammenbau des Moskwitsch zu nutzen, berichtete Reuters unter Berufung auf eigene Quellen.

Der wiederbelebte Moskwitsch könnte Berichten zufolge bis Ende 2022 in Produktion gehen, obwohl Branchenexperten sagen, dass dieser Zeitrahmen nur schwer einzuhalten wäre.

rus/24.05.2022

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