Russland: Usbekistan stoppt Auto-Lieferung

TASCHKENT (gus)–Der usbekische Autobauer UzAuto Motors hat übereinstimmenden Berichten von „Tashkent Times“ und „eurasianet“ zufolge die Exporte zum EAWU-Partner Russland – zudem Usbekistans größter Handelspartner -, eingestellt, um sich vor drohenden westlichen (Sekundär-) Sanktionen zu schützen. UzAuto Motors stellt Fahrzeuge der GM-Marke Chevrolet her, in denen Halbleiter und Mikrochips aus südkoreanischer Produktion verbaut werden. Südkorea hat sich den westlichen Sanktionen angeschlossen. Hätte UzAuto also weiterhin Autos nach Russland geliefert, drohte dem Werk in der Nähe von Andischan ein Stopp der Versorgung mit Bauteilen. Ein Sprecher von UzAuto wollte allerdings weder bestätigen noch dementieren, dass die Lieferungen eingestellt wurden. Schon in den letzten Jahren hatte UzAuto Motors Schwierigkeiten, Teile zu beschaffen. Der ADB-Integrationsbericht hatte jüngst die immer noch enge und die Entwicklung behindernde Verflechtung Zentralasiens mit dem ehemaligen Kolonialherrn Russland unterstrichen. Unterdessen schaltete sich die GM-Zentrale in Detroit ein und bestätigte „eurasianet“: „GM weiß, dass UzAuto den Export von Chevrolet-Fahrzeugen nach Russland seit dem 9. März eingestellt hat“. Im Nachgang bestätigte UzAuto, dass es keine russischen Häfen mehr für den Versand von Fahrzeugen oder Teilen nutzt, weigerte sich aber weiterhin, über den Verkauf von Autos nach Russland zu sprechen.
Das Werk leidet unter Produktionsausfällen, nicht zuletzt wegen der Corona-Pandemie. Die davon bedingten Störungen des Welthandels hat die Lieferketten in Mitleidenschaft gezogen so dass UzAuto gezwungen, war die Exporte zu kürzen. Das nachte zwar die Hoffnungen auf eine Steigerung des Absatzes in Russland zunichte, brachte aber zugunsten der inländischen Kundenb die Weisung von Präsident Shavkat Mirziyoyev, nunmehr beschleunigt die von Usbeken im Voraus gekauften bezahlten Fahrzeuge auszuliefern. Viele von ihnen kommen jetzt ohne Stereoanlagen an, weil ein südkoreanischer Halbleiterlieferant mit eigenen Lieferengpässen zu kämpfen hat. 

gus/08.04.2022

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